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Montag, 30. März 2015

Dramatik auf Punkt gebracht – Chemnitzer behalten Nerven

Ostdeutscher Pokal, Achtelfinale: Chemnitz – Zwickau 9:7 (4:4/ 5:3/1:1, 2:1, 1:1, 0:1

Von Ramona Neupert

Chemnitz/Zwickau. Mit einer engagierten kämpferischen Leistung sind die Männer des SC Chemnitz in das Viertelfinale des ostdeutschen Wasserball-Pokals eingezogen. Über 100 lautstarke Zuschauer erlebten einen wahren Krimi. Dabei schlugen die Mannen von Trainer Ralf Fischbach das Team des SV Zwickau nach 5-Meter-Werfen mit 9:7 (4:4/ 5:3/1:1, 2:1, 1:1, 0:1). Nach Ende der normalen Spielzeit hatte es 4:4 Unentschieden gestanden. Damit Könnenn die Zwickauer auf ein weiteres Heimspiel hoffen, während Zwickau aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist.

Dabei hatte sich in der torarmen Partie die Chemnitzer immer wieder eine leichte optische Überlegenheit erarbeitet gingen auch nach zweieinhalb Minuten durch Center Nick Nestler mit 1:0 in Führung. Danach gab es eine längere Phase der vergebenen Möglichkeiten, bei der Zwickau durch Martin Firmbach lediglich zwei Minuten vor dem Ende des ersten Abschnittes den 1:1-Ausgleich für die Zwickauer Farben erzielen konnte. Alle anderen Angriffsbemühiungen auf beiden Seiten waren nicht von Erfolg gekrönt.

Eine lang ausgespielte Überzahl, der Abschluss klatschte an die Latte, brachte Chemnitz über die linke Außenseiter wieder personell in Vorteil und Nico Theinert traf zum 2:1 für Chemnitz per Ausetzer uins kurze Eck, sein erstes Tor in dieser Saison. Zwei Minuten später jubelte wieder Zwickau, da Albrecht Trummer, der eigentlich schon geschlagen war und als letzter zurückschwamm, plötzlich einen Fehlpass der Chemnitzer vors Gesicht bekam, sich drehte und seelenruhig in Richtung Chemnitzer Tor abschwamm und so das 2:2 markierte.

„Diesmal hatten wir eine ganze Reihe von unschönen Fehlpässen, und uns so unnötigerweise immer wieder selbst in die Bredouille gebracht. Auch beim Überzahlspiel hatten wir diesmal wieder Reserven (2 von 7). Trotzdem muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen – bei sechsmal Unterzahl ließen wir nicht einen Treffer zu und schwimmerisch waren wir diesmal auf keinen Fall schlechter wie Zwickau. Im Januar sah das beim 4:7 an gleicher Stelle noch anders aus “, befand der Chemnitzer Trainer Ralf Fischbach.

Auch sein Zwickauer Kollege, Jörg Wüstner, sprach davon, dass beide Mannschaften „voll auf Augenhöhe waren und sich nichts schenkten“. „Chemnitz legte im gesamten Spielverlauf immer vor, und unsere Wasserballer glichen im torarmen Spiel immer wieder aus.“ Noch drei Tage davor hatte er davon gesprochen, dass „wenn wir unser Spiel machen und uns von den Chemnitzern nicht ihre langsame Spielweise aufzwingen lassen, werden wir siegreich aus dem Wasser steigen“, so Wüstner.

Dabei hatte Chemnitz diesmal deutlich mehr zu bieten, lies aber eben fünf Überzahlspiele ungenutzt, Zwickau gar sechs. „Zwei waren aber gut heraus gespielt“, lobte Fischbach, bei drei weiteren fehlte nur der noch coolerer Abschluss. Dadurch hatten es die Chemnitzer Männer versäumt, aus ihrer optischen Überlegenheit und mehreren große Chancen diese auch in die entsprechenden Tore um umzumünzen und sich so deutlicher vom Gegner abzusetzen.

Auch der versuchte immer wieder einen erfolgreichen Abschluss zu setzen, fand diesmal aber zu wenige Lücken, zwei der vier Tore waren schön heraus gespielt, bei den zwei anderen hatte die Chemnitzer Hintermannschaft kräftig mitgeholfen. So wogte die Partie ständig hin und her und die über 100 Fans in der Halle am Sportforum bekamen für ganz kleines Geld richtig viel geboten.

In den letzten zwei Minuten hatten beide Teams jeweils noch Chancen gehabt, in Überzahl den Siegtreffer zu erzielen. Doch beide Abwehrreihen verteidigten sehr geschickt. Die letzte große Chance hatte Chemnitz drei Sekunden vor dem Ende, als sich Center Matthias Barthold durchsetzen und werfen konnte, aber am Zwickauer Keeper Matthias Schädlich scheiterte. So rettete sich Zwickau ins 5-Meter-Werfen.

Dort hatten die Einheimischen mit fünf Treffern das bessere Ende für sich, da Kai Berger, Felix Reinhardt, Max Mauersberger, Sebastian Warncke und David Eckardt souverän verwandelten und der starke Torhüter Georg Matschewsky einen Wurf der Zwickauer Kapitäns Sascha Elschner halten konnte. „Ich denke, es war kein Fehler, dass wir uns im Training mental gut auf das mögliche Fünf-Meter.-Werfen vorbereitet haben, da wirkten wir dann nervlich stärker als die Zwickauer Gäste.

Nun haben die SCC-Männer im Viertelfinale ein Heimspiel zugelost bekommen – Gegner ist Stepp Prag, der derzeitige Tabellenführer der 2. Liga Ost. „Sicher ein attraktiver Gegner, aber ehrlich gesagt, wären mir Dresden, Görlitz oder Magdeburg lieber gewesen. Aber nun versuchen wir ein gutes Spiel gegen Prag zu machen, denn im Pokal ist alles möglich“, ist Trainer Ralf Fischbach zuversichtlich. (mit fira)

Statistik:
Der SC Chemnitz spielte mit: Tor: Georg Matschewsky, Felix Reinhardt, Max Mauersberger, Kai Berger, David Eckardt, Nico Theinert, Nick Nestler, Alexander Ullrich, Ralf Hofmann, Matthias Barthold, Rene Stöckmann, Daniel Folkmer. Trainer: Ralf Fischbach/Betreuerin: Ramona Neupert.
Der SV Zwickau 04 spielte mit: M. Schädlich, Firmbach (3), Oelschlägel, Czerner (1), Bergner, M. Wüstner, Möckel (1), Hähnel, Voigt, Klein, Elsner, Trummer (2). Trainer: Jörg Wüstner.
Schiedsrichter: Frank-Uwe Pflug (Dresden), Marcel Franke (Cottbus)
Persönliche Fehler: 6/7.
„Spieler des Tages“: Felix Reinhardt (SCC)/Martin Firmbach (SVZ).
Spielort: Sportforum Chemnitz.
Zuschauer: 107.
Besondere Ereignisse: keine.

Abgelegt in: Aktuelles/News

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