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Montag, 16. März 2015

Wedding gibt Heimsieg noch aus der Hand

DWL, Gruppe B: Wedding Berlin – SpVg Laatzen 10:11 (4:1, 3:3, 1:3, 2:4)

Von Sven Marschalek (SC Wedding Berlin)

Berlin/Laatzen. Trotz einer zwischenzeitlichen Führung mit vier Treffern hat der SC Wedding im Heimspiel gegen den Aufsteiger von der SpVg Laatzen erneut eine Niederlage einstecken müssen. Nach 32 Minuten stand es 10:11 aus Sicht der Gastgeber. Die vergebenen Punkte dürften den Berlinern auch das Restprogramm in der Hauptrunde der Deutschen Wasserball Liga erschweren. Der SC Wedding rutscht mit der gestrigen Niederlage wieder auf den sechsten Rang der B-Gruppe.

Am kommenden Wochenende warten bereits die nächsten Aufgaben auf den Kiez-Club – am Doppelspieltag geht es im heimischen Kombibad Seestraße gegen den zweiten Aufsteiger von der SGW Leimen/Mannheim und am Sonntag gegen den derzeitigen Tabellenführer vom SC Neustadt. Für diese Duelle zählt der Kiez auf so viel Unterstützung wie möglich, um den wichtigen fünften Tabellenplatz doch noch zu erkämpfen.

Die Enttäuschung stand den Spielern deutlich ins Gesicht geschrieben. Minutenlang glich das Kombibad Seestraße nach Abpfiff der Partie gegen die Gäste von der SpVg Laatzen einem Schlachtfeld, auf dem der SC Wedding gerade kapituliert hatte. Resignation. Hängende Köpfe. Schockstarre. Auch Coach Stefan Tschierschky fand keine passenden Worte. „Ich weiß nicht, was hier heute passiert ist“, verdeutlichte der sichtlich konsternierte Mannschaftskapitän Sascha Knoop und ergänzte: „Wenn du das Spiel gewinnen willst, muss das Ding eben irgendwie rein.“

Dabei hatte alles so gut angefangen. Die Weddinger gingen mit viel Selbstvertrauen ins Spiel – wollte man doch die bittere Niederlage aus dem Dezember wettmachen, wo man im niedersächsischen Laatzen 13:14 das Nachsehen gehabt hatte. Entsprechend entschlossen gingen die Wasserballer aus dem Kiez zu Werke. Marton Sarosi und André Koch trafen schnell zum 2:0, Moritz Meißner nach souverän ausgespielter Überzahl und Sascha Knoop per Tip-in erhöhten kurz darauf auf 4:0. Das zwischenzeitliche 1:4 vor der ersten Viertelpause wirkte zunächst wie ein vergebliches Aufbäumen.

So erhöhte Leonard Grütte mit schöner Rückhand gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 5:1. Dann aber verlor die Tschierschky-Sieben aus irgendeinem Grund den Spielfaden. Die zuvor dichte Verteidigung wirkte plötzlich unsortierter und immer wieder kam Laatzen zu einfachen Abschlüssen und Kontern. Zwar hielt der Vier-Tore-Abstand nach Treffern von Balaban und erneut Sarosi noch bis zum 7:3; anschließend ließen die Berliner die Gäste allerdings zu oft einfach gewähren. Die bittere Konsequenz: Anfang des dritten Viertels glich Laatzen zum 7:7 aus.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den Wedding zunächst doch für sich zu entscheiden schien. Erst war es Hübscher, der Wedding im Nachfassen 8:7 in Führung brachte. Nach dem erneuten Ausgleich demonstrierten abermals Sarosi (9:8) und Schulz im Konter (10:8), dass die Gastgeber diesmal nicht als Verlierer aus dem Wasser steigen wollten.

Doch es sollte nicht sein – die letzten vier Minuten des Spiels gehörten den Gästen aus Niedersachsen. Die Berliner agierten in dieser Phase teils chaotisch, teils mit großem Pech – so auch als Kotowski zwei Mal nur den Pfosten traf oder Knoop in der letzten Spielsekunde den Ball noch an die Latte knallte. Schlussendlich gelangen Laatzen drei Treffer in Folge zum völlig unerwarteten 11:10-Auswärtssieg.

Abgelegt in: Aktuelles/News

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