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Dienstag, 2. November 2010

Keine leichte Aufgabe für den deutschen Meister

LEN-Trophy: Auslosung bringt Berlinern erst ein Heimspiel

Von Ralf Fischbach und Peter Röhle

Alexander Tichgir fällt verletzt aus. Foto: Deutschland-Wasserball.de

Berlin. Die Wasserfreunde Spandau 04 Berlin haben als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale in der LEN-Trophy erreicht und nun ein nicht einfaches Los erwischt. Bei der Auslosung am Sonntag inm Hotel Jadran im kroatischen Rijeka wurde für die Bundeshauptstädter Brixia Leonessa Brescia aus Italien aus dem Lostopf gezogen. Die Berliner treffen zuerst am 13. oder 14 November 2010 zum ersten Spiel in Berlin-Schöneberg auf die starken Italiener, die sich nach zwei Siegen gegen AC Paok Thessaloniki und Dinamo SHVSN Moskau und einer Niederlage gegen Gastgeber CSM Digi Oadea (4:8) durchsetzen konnten.

Die Berliner hatten sich beim Zweitrunden-Turnier in der Schöneberger Schwimmhalle mit drei Siegen gegen den ukrainischen Meister Mariupol (14:3), Frankreichs Nummer 3 Montpellier (9:4) und Favorit Rari Nanntes Florentia Italien (14:12) durchgesetzt und waren so als Gruppensieger in die Runde der letzten 16 gezogen. Außedem waren im Lostopf:
Hornets Kosice (Slowakei), Galatasaray Istanbul, Koper Rokava (Slowenien), CN Marseille, Vouliagmeni (Griechenland), und Titerlverteidiger VA Cattaro (Montenegro) an dem Spandau 04 Berlin in der Vorsaison im Halbfinale scheiterte.

Trotz diesen attraktiven Gegners, ist bei Spandau 04 Berlin die Stimmung zur Zeit nicht optimal: Denns ie müssen ohne ihren Weltklasse-Torwart Alexander Tchigir auskommen, der wohl die wichtigste Korsettstange für erfolgreiche Auftritte des Vereins ist. Beim Turnier in Schöneberg hatte sich der Nationalkeeper und zugleich DSV-Torwarttrainer beim Einspielen vor dem Montpellier-Match eine schmerzhafte Handverletzung zugezogen. Die Partie spielte er dennoch durch. Allerdings erklärt sich für die Augenzeugen mit dem Wissen um die Vorgeschichte auch, warum „Tchaga“ bei zwei Gegentreffern nicht ganz die gewohnte Souveränität ausstrahlte.

Tags darauf konnte der 41-jährige Dauerbrenner, der am 6. November seinen 42. Geburtstag feiert, im Endspiel um den Gruppensieg gegen Florenz nicht eingesetzt werden. Statt seiner stand „Wasserballer des Jahres“ und Feldspieler Erik Bukowski im Kasten und trug dazu bei, dass der Gastgeber nach 1:6-Rückstand doch noch einen 14:12-Sieg der Moral landete.

Die Hoffnung, Tchigirs Verletzung würde sich „nur“ als schnell zu kurierende Prellung erweisen, erfüllte sich nicht. Mannschaftsarzt Dr. Roland Freund hat einstweilen einen Bruch der Elle im linken Arm diagnostiziert. Damit fällt Tchigir nach Aussage des Orthopäden wahrscheinlich mindestens fünf Wochen für Rekordmeister und das Nationalteam aus, das am Samstag in Portugal in die Qualifikation für die EM 2012 mit Roger Kong spielte. „Die Elle ist angebrochen, aber es ist glücklicherweise ein Bruch, der nicht operiert werden muss“, informierte 04-Präsident und Bundestrainer Hagen-Stamm.

Tchigir muss nun drei Wochen lang Gips und zwei weitere Wochen eine Schiene tragen. Für diesen Zeitraum werden derzeit Möglichkeiten geprüft, dass der Keeper mit wasserresistenten Materialien dennoch Trainingseinheiten im Becken absolvieren kann, um die Beine zu trainieren.
Tchigir wird laut Stamm damit sowohl beim Auftakt der Bundesliga am
6.11., 16 Uhr, gegen SV Weiden und wahrscheinlich bei beiden Achtelfinalspielen in der
LEN-Trophy , am 13./14. November und 18./19. Dezember, als auch bei den wichtigen Auswahlspielen in Spanien (Weltliga, 16.11.) und in der EM-Qualifikation gegen Slowenien (21.11.2010 in Hannover) fehlen.

Tchigir selbst hofft, beim ersten Aufeinandertreffen mit Titelmitfavorit ASC Duisburg in der Bundesliga Anfang Dezember wieder hergestellt zu sein. Allerdings müsse man bei der Heilung
auch Vorsicht walten lassen. Denn eine erneute Blessur an der gleichen Stelle kann laut Freund einen verlängerten Ausfall von weiteren vier Wochen bedeuten.

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